Wetter als Waffe?: AfD warnt im Bundestag vor „Wettermanipulation“ | Bild [30.01.2026]

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"Manipuliert die Bundesregierung das Wetter, um das Klima zu retten? Diesen absurden Vorwurf erhebt die AfD und sorgt damit sogar für eine Debatte im Bundestag.   Der SPD-Abgeordnete Holger Mann (46) hält dagegen: Die AfD konstruiere ein Bedrohungsszenario, das mit der Realität nichts zu tun habe. 

Die Mitantragstellerin Nicole Höchst (55, AfD) erklärt in ihrer Rede am Donnerstagabend, es werde „ernsthaft“ diskutiert, Feinstaubteilchen „gezielt in die Atmosphäre einzubringen, um klimatische Effekte zu erzielen“. Diese Schadstoffe würden sich mit der Zeit ablagern. Der „Klimaextremismus“ wolle „die Pforten der Hölle“ öffnen, so Höchst.

Professor Reza Asghari (64, CDU) weist den AfD-Antrag zurück: „Die Manipulation des Wetters findet nur in streng reguliertem Rahmen statt.“ Auch der SPD-Abgeordnete Holger Mann stellt klar: Lokale Wetterversuche und globales Geoengineering sind nicht das Gleiche."

https://bild.de/politik/inland/afd-stellt-antrag-im-bundestag-manipuliert-berlin-das-klima-697a1de818848ea61928a371

"Um die möglichen Risiken der Wettermanipulation beziehungsweise des „Geoengineering“ geht es in einem Antrag (21/3832) der AfD-Fraktion. Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung unter anderem auf, eine Prüfung der Sicherheitslage bezüglich der Auswirkungen von „Geoengineering“ durchzuführen und Regelungen vorzulegen, „die den Einsatz von großflächigem Geoengineering mit Ausnahme überwachter Forschungsvorhaben in Deutschland untersagen“. Außerdem fordern sie die Gründung einer Enquete-Kommission, die die besagten Risiken aufarbeiten soll.

Laut Umweltbundesamt umfasst Geoengineering „bewusste und großskalige Veränderungen des Klimasystems mit dem Ziel, die vom Menschen gemachte (anthropogene) Klimaerwärmung zu mildern“. Die AfD bezieht sich in ihrem Antrag auf die beiden Methoden Carbon Dioxide Removal (CDR) und SRM (Solar Radiation Management). Während bei ersterer die Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Atmosphäre verringert werden soll, ist es Ziel von SRM, die eintreffende Sonneneinstrahlung zu verringern und so die Erderwärmung zu reduzieren."

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1140070

"Die „United Nations Convention on Biological Diversity“ (CBD) hat bereits im Jahr 2008 eine sehr kritische Stellungnahme zum Geoengineering verfasst, welche 2010 in der Entscheidung X/33 vom 29. Oktober 2010 noch einmal ausgeweitet wurde und ein „De Facto-Moratorium“ für Geoengineering bedeutet. Die Antragsteller fordern die Bundesregierung auf, konstruktiv die Stellungnahme der United Nations Convention on Biological Diversity zu beachten und uns alle vor weiteren Gefahren zu schützen und zu bewahren."

Drucksache 21/3832 | https://dserver.bundestag.de/btd/21/038/2103832.pdf